Beratung vor Ort – Kauf im Internet?

Die Beratungskompetenz der Apotheke bleibt unangefochten wichtig – das bestätigt die aktuelle APOkix-Umfrage der IFH Köln. 

Demnach wird die Beratung durch den Apotheker nach wie vor gerne in Anspruch genommen – insbesondere bei Fragen zur Selbstmedikation und zu rezeptfreien Medikamenten. Allerdings resultieren immer weniger Direkt-Käufe aus der Beratung – zu Gunsten der Online-Apotheken, wo die Produkte oftmals günstiger angeboten werden. 60% der Apotheker geben an, dass der Anteil der Kunden, die die empfohlenen Produkte nicht direkt kaufen, in den letzten zehn Jahren gestiegen ist. Zudem gehen ¾ der befragten Apotheker von einem späteren Kauf der Produkte in der Versandapotheke aus. Die Verlagerung auf das Internet als Marktplatz nimmt eine immer stärkere Rolle ein. Gerade in der Konsumgüterindustrie – insbesondere bei Textilien – wird der Kauf im Internet oftmals als bequem empfunden, da die Ware in Ruhe zu Hause anprobiert werden kann und sich erst dann für den Kauf oder den Rückversand entschieden werden muss. Aber auch große private Investitionen wie der Autokauf basieren immer öfter auf einem Preisvergleich im Internet mit der anschließenden Kaufentscheidung für den günstigsten Händler – unabhängig von der Beratung und Begutachtung bei einem Händler vor Ort.
 
Die Herausforderung für den Apotheker und die Hersteller, die ihren Vertriebsweg Apotheke aktiv unterstützen möchten, besteht entsprechend darin, die Beratung durch effektive Kommunikationsmaßnahmen und gezielt eingesetzte Verkaufsförderungsinstrumente in einen erfolgreichen Verkauf zu überführen – damit die Beratung auch zukünftig gesichert ist. Weiter Informationen unter www.apokix.de.

Verfasst von Antje Kuhne am